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Invented Skins: Ricardo Domeneck & Chacal

Am 28. April 2017 um 19 Uhr im Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, Zürich.

In Kooperation mit dem Lateinamerika Zentrum Zürich (LZZ).

Die Heroen der brasilianischen Lyrik-Performance Ricardo Domeneck und Chacal vermischen in ihren vielsprachigen Werken und Auftritten Lyrik, Musik und Performance. Dabei vertreten sie ganz unterschiedliche Generationen brasilianischer Lyriker. Chacal (*1951) ist ein Dichter-Aktivist, der in den 1970er Jahren im Kontext der marginal poetry begonnen und seitdem die Lyrik- und auch die Untergrundkunst- sowie Musikszene seines Heimatlandes stark beeinflusst hat. Als Mitbegründer des Kollektivs CEP 20.000 – Center of Poetic Experimentation hat er zahlreiche Bücher veröffentlicht. Ricardo Domeneck (*1977) vertritt eine jüngere Generation, performt in zahlreichen Sprachen und verknüpft seine Lyrik dabei eng mit Musik und Performance.
Chacal und Ricardo Domeneck sind im Rahmen der internationalen Seminars »Biopoetics – Bioescritas« in Zürich zu Gast, einer Reihe von Begegnungen zwischen Lyrikern, Kunst- und Literaturkritikern in Zürich und Rio de Janeiro. Die Reihe »Invented Skins« findet in Kooperation mit dem Lateinamerika Zentrum Zürich (LZZ) statt.

Making-of: Werkstattgespräch mit Clemens von Wedemeyer und Sabeth Buchmann

Moderiert von Fabienne Liptay

Am 15. Mai 2017 um 19 Uhr im Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, 8001 Zürich.

Für den Videokünstler Clemens von Wedemeyer stellt das Making-of eine eigene Form der künstlerischen Reflexion und Recherche dar. In der prekären Zone zwischen Inszenierung und Dokumentation suchen seine Arbeiten eine Auseinandersetzung mit historischen Orten und Ereignissen. Diese werden oftmals ganz explizit zu Schauplätzen von Dreharbeiten, in denen Möglichkeiten der Wiederholung von Geschichte erprobt werden. Auf der Basis von Materialien und Dokumenten rekonstruiert von Wedemeyer die Dreharbeiten des von Ulrike Meinhof geschriebenen Fernsehspiels Bambule, die er auf dem Gelände der Gedenkstätte von Breitenau nachstellt (Muster (Rushes), 2012), oder führt mit Aktivisten des Teatro Valle Occupato einen Streik von Statisten wieder auf, der sich während der Dreharbeiten von Ben Hur in den Filmstudios von Cinecittà (Procession, 2013) ereignete. Über seine Arbeiten spricht er mit Sabeth Buchmann (Professorin für Kunst der Moderne und Nachmoderne an der Akademie der Bildenden Künste Wien), die im Frühjahrssemester 2017 zu Gast an der Universität Zürich ist und unter anderem zu Topoi und Verfahren der Probe lehrt und forscht.

Making-of: Werkstattgespräch mit Omer Fast

Moderiert von Fabienne Liptay

Am 20. Mai um 18.30 Uhr (Filmscreening) und 20.15 Uhr (Werkstattgespräch). Der genaue Ort wird noch bekanntgegeben.

Der 1972 in Jerusalem geborene und in New York aufgewachsene Video-Künstler kreiert in seinen Filmen eine Narration, die die Grenzen zwischen eigener und medialer Erzählung sowie aktuellen und historischen Ereignissen auflöst. Sozialisiert in zwei Kulturen, mit zwei Sprachen und multipler Identität hat er eine Vorliebe für Doppelungen, Wiederholungen, Loops und Reenactments entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Experimental Film & Video Festival Videoex zeigt das ZKK eine Auswahl seiner Filme und lädt zum Werkstattgespräch mit dem Künstler ein.

Invented Skins: Nuno Ramos

Am 3. Juni 2017 um 19 Uhr im Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, Zürich.

In Kooperation mit dem Lateinamerika Zentrum Zürich (LZZ).

Nuno Ramos (*1960) hat Philosophie an der Universidade de São Paulo studiert und ist als Maler, Zeichner, Bildhauer, Schriftsteller, Filmemacher, Bühnenbildner und Musiktexteschreiber tätig. Als Vertreter Brasiliens hat er 1995 an der Biennale di Venezia sowie an den Biennalen in São Paulo (1985, 1989, 1994 und 2010) teilgenommen und erhielt 2006 für sein Gesamtwerk von der amerikanischen Barnett and Annalee Newman-Stiftung den Grant Award. Ebenso veröffentlichte er als Schriftsteller u.a. Ó (2008), für das er den Preis Portugal Telecom de Literatura erhielt.