Veranstaltungen

Walk through Talk. Ein Gespräch mit Salomé Lamas und Daniela Agosthino

Am Sonntag, 27. Mai 2018, um 18 Uhr im Festivalzentrum Kunstraum Walcheturm, Zeughaus 3, Zürich.

In Kooperation mit dem Seminar für Filmwissenschaft und dem Zentrum Künste und Kulturtheorie der Universität Zürich findet im Rahmen des Videoexfestivals ein Gespräch zwischen der Filmemacherin Salomé Lamas und der Medienwissenschaftlerin Daniela Agostinho statt. Im Programm werden auch ausgewählte Kurzfilme sowie der Langfilm ELDORADO XXI von Salomé Lamas zu sehen sein. Der Eintritt zum Gespräch ist frei.

In der Auseinandersetzung mit ihrem reichen Werk hilft die Filmemacherin Salomé Lamas dem Publikum, neue Gebiete des dokumentarischen Filmemachens zu ergründen. Sie bespricht Themen, die ihren Langfilmen und früheren Kurzfilmen gemein sind und die Grenzen zwischen Kino und Kunstfilm ausloten. Sie erforscht Fragen zur Darstellung von Erinnerung und dem Erzählen von Geschichten mit Bildern sowie ihren einzigartigen Zugang zur Vorproduktion und ihre Beziehung zum Drehen und Schneiden ihrer Filme.

Salomé Lamas (*1987 in Lissabon) hat in Lissabon und Prag Film und in Amsterdam Bildende Kunst studiert und ist Doktorandin in Zeitgenössischer Kunst in Coimbra. Ihre Werke werden sowohl in Kunsträumen als auch an Filmfestivals gezeigt. An den Kurzfilmtagen Oberhausen war 2018 ein Artist Special über sie zu sehen.

Daniela Agostinho hat Medien und Kultur in Lissabon und Berlin studiert. Zurzeit ist sie Post-Doc-Forscherin in der Uncertain Archives-Forschungsgruppe der Universität Kopenhagen. Ihre Forschung beschäftigt sich mit Darstellungen von historischer Gewalt, von Kolonialismus bis zu zeitgenössischer Kriegsführung, mit einem besonderen Fokus auf feministische und dekoloniale Perspektiven visueller digitaler Kultur.

Körperarchiv #6: Reenacting, Recoding, Reinscribing: The Body as Archive in Art and Performance

Am 04. Juni 2018 um 19 Uhr im Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, Zürich.

Eine Podiumsdiskussion mit Aleida Assmann, Diana Taylor und Rebecca Schneider über den Ort des Körpers im Gedächtnisdiskurs und performative Theorien der Archive (in englischer Sprache).

A Haitian Voodoo priest travels to Poland to perform a religious ceremony that will topple the Communist regime. Lenin returns to Cabaret Voltaire to sing a heartfelt karaoke song about love on the beach. A group of people takes over different rooms and halls in Warsaw’s Palace of Culture, to enact countless gestures of political insurgency. An embittered ghetto dweller topples the king of the most advanced African nation to start a worldwide black revolution. A totally obscured photo on a wall indicates the moment when a Belarusian homosexual is imprisoned for cruising between Lenin Avenue and Lenin Street in a homophobic Soviet regime.

These disparate scenes from the “Body Archive” series place the body at the centre of performances, reenactments and reinterpretations of the past. From November 2017 to May 2018 we met up with artists and activists whose work bears the traces of colonization, slavery, the October Revolution and the Cold War. We discussed what sort of ‘memory work’ can be rendered through the acting body – on the stage, in film and video, in photography or in museum exhibitions. Can the body provide an alternative cultural archive? How can we distinguish between performative and narrative forms of remembering? Does the counter-memory performed by the body formulate new possibilities of political life?

To close these exhilarating exchanges, the “Body Archive” series will host one final event that brings artistic practice and scholarly analysis together. In a round table discussion, foremost intellectuals Aleida Assmann, Rebecca Schneider and Diana Taylor will debate the place of the body in performance and memory studies, the relationships between memory, archive and repertoire, and the political implications of thinking the body in cultural memory. Dorota Sajewska and Ana Sobral will present highlights from the “Body Archive” series and chair the round table discussion.

Performance Art (as) Theory #2: Rebecca Schneider

Am 05. Juni 2018 um 19 Uhr im Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, Zürich, auf Englisch.

Eine Kooperation mit dem ERC-Projekt »Performance Art in Eastern Europa (1950-19190): History and Theory«.

La joie qui vient (About the Joy)

Ein Film von Eduardo Jorge de Oliveira
Am 07. Juni 2018 um 19 Uhr im Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1, Zürich, mit einem anschliessenden Gespräch mit Maria Filomena Molder (Lissabon) und Jean-Luc Nancy (Strassburg).

Eduardo Jorge de Oliveira begibt sich in seinem Film-Essay La joie qui vient (34 Min.) gemeinsam mit den Philosophen Maria Filomena Molder (Lissabon) und Jean-Luc Nancy (Strassburg) auf die Suche nach der Freude. Durch das spezifische Medium des Films nähert sich de Oliveira verschiedenen Arten, Freude zu lesen und über sie zu sprechen. Dabei widmet er sich vor allem philosophischen Diskursen und Gedanken, die das Konzept der Freude als ihren Ausgangspunkt nehmen, die aber auch direkt von dem Wort »Freude« ausgehen.