Veranstaltungen

Frederik Tygstrup: Aesthetics and Politics of Appearance

Im Rahmen des ZKK:Schwerpunkts »Politische Leidenschaften«

5.10.2022, 18:15-19:45, Deutsches Seminar, Schönberggasse 9, Raum SOD 1-105

Modern aesthetics have privileged the relation between the artwork and the beholder and the ways in which the sensuous encounter with artistic form produces an aesthetic experience in the recipient. With the social turn in the arts over the latest decades and the increasing interest in collective production and participative forms of reception, there is a need to rethink the traditional aesthetic paradigm and more systematically include the role and function of communality in aesthetic experience. As a contribution to this reorientation, Tygstrup's (Københavns universitet) lecture will present a reassessment of Hannah Arendt’s political thinking and Maurice Merleau-Ponty’s aesthetic reflections to emphasise the aesthetic dimension of politics as well as the political dimension of aesthetics

«Witchy Wits*** Mit situierten Sinnen und widerspenstigen Wissen»

Mittwoch, 5. Oktober 2022, 18 bis 21 Uhr, Zürcher Hochschule der Künste, Förrlibuckstrasse 109, Viaduktraum

Mit dem Titel «WitchyWits*** Mit situierten Sinnen und widerspenstigen Wissen» erscheint zum Semesterbeginn Anfang Oktober das Heft Nr. 71 von FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur. Kuratiert von Ines Kleesattel, beschäftigt sich das Heft mit auf(s) Hexen bezogenen Ästhetiken und Wissenspolitiken. Die kulturwissenschaftlichen, poetischen und künstlerischen Beiträge widmen sich feministischen, queeren und gegendisziplinären Hexenkünsten, die geschichtsbewusste Kritik und ästhetische Spekulation miteinander amalgamieren - sitiuert, verstrickt und gewitzt.

Mit Beiträgen von Angela Anderson & Ana Hoffner exPrvulovic*, Sofia Bempeza, Katharina Brandl, Anna Bromley, Magdalena Götz, Kim de l'Horizon, Katja Lell, Ludgi Porto, Tina Omayemi Reden, Pascale Schreibmüller, Yvonne Wilhelm und Susanne Witzgall. 

Zur Präsentation des Hefts findet eine Paneldiskussion mit Beitragenden und einem Apéro im Anschluss statt. Um Anmeldung bis 26.9. wird gebeten: eunjeong.gross@zhdk.ch

Christy Dena: "Stories We Tell In The Anthropocene. A Different Way to Depict & Facilitate Change"

Talk and conversation with Prof. Dr. Christine Lötscher 

Mittwoch, 12. Oktober 2022, 18:15 Uhr, ISEK Populäre Kulturen (Raum tba)

The Earth is transforming at a rate unmatched bymany humans. To Christy Dena - Australian Writer-Designer-Director and Professor of Cross-Media and Interactive Narratives (Norwegian Film School) - part of the reason many humans lag is due to a pervading story of change. A story that touches almost everyone. A social story mirrored in storytelling: where change is believed to be forced, and fought. But creatives can participate in a story that models and facilitates a different relationship with change. One that involves characters and players reaching for, moving with, and participating in, change. To assist in this work, this talk will share narrative design methods that filmmakers, TV writers, game writers, playwrights, novelists, and documentary makers do, and can act on, right now. 

Organisiert von Christine Lötscher, ISEK Popukäre Kulturen.

Rüdiger Görner: "Zeugenschaft des Verschollenen. Zu einer literarischen Semiotik des Verlustes"

Zurich Distinguished Lectures 2022 

Dienstag, 25. Oktober 2022, 18.15 - 20.00 Uhr, Rämistrasse 59, RAA-G-01 (Aula)

Literatur sucht seit jeher das Verlorene auf. Im Verschollenen fand sie die abwesende Personifikation dieses Phänomens. Auch das Verlorengehen selbst thematisiert Literatur, wobei die interpretierende Philologie, diese Disziplin als einen offenen Deutungsprozess verstanden, literarischen Werken die Zeichen des Verlorengegangenen, des Verlustes entlockt; dazu gehören auch – mit Max Kommerell gesagt – Sprachbilder der „Hilflosigkeit des menschlichen Erkennens“. Rüdiger Görner, Professor of German with Comparative Literature, Queen Mary University of London, unternimmt in seinem Vortrag den Versuch, aus prägnanten Veranschaulichungen dieses Problemfeldes in der Literatur eine ‚Semiotik des Verlustes‘ zu skizzieren, eingedenk der Gefahr, sich dabei selbst zu verlieren, was hierbei unweigerlich Teil des Reflexionszusammenhangs zu sein hat. 

Organisiert von Frauke Berndt, Deutsches Seminar.

Daniel M. Feige: "Anscombes Handlungstheorie und das Hervorbringen von Kunstwerken"

Vortrag und geöffnetes Kolloquium  

Montag, 31. Oktober, 16 bis 18 Uhr, Zürcher Hochschule der Künste, Pfingstweidstrasse 96, Raum auf Anfrage

Wir laden herzlich ein zum geöffneten Kolloquium mit dem Gast Daniel M. Feige, Professor für Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Das Kolloquium widmet sich Elizabeth Anscombe (1919-2001), einer britischen Philosophin, die zu Handlungstheorie und Tugendethik gearbeitet hat. Mit ihrem Buch Intention (1957) leistete sie einen international beachteten Beitrag zu neoaristotelischer Handlungstheorie.

Für mehr Informationen wenden Sie sich bitte an florence.borggrefe@zhdk.ch.

Poetikvorlesung 2022: Milo Rau. Warum Kunst?

Moral und Paralyse. Über die totale Gegenwart
Donnerstag, 3.11.2022, 20 Uhr Schauspielhaus Zürich, Rämistrasse 34

Lob des Extremismus. Eine kurze Geschichte der Revolte
Donnerstag, 10.11.2022, 20 Uhr, Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62

Die Rückeroberung der Zukunft. Der kommende Aufstand
Mittwoch, 16.11.2022, 20 Uhr, Kunsthaus Zürich, Heimplatz 1

Werkstattgespräche im Begleitseminar
Freitag, 4., 11. und 18. November 2022, jeweils von 10.15-12 Uhr, Deutsches Seminar, Schönberggasse 9

«Dieses Zwingen und Würgen der Wirklichkeit, damit sie das Imaginäre, das Utopische, das Zukünftige ausspuckt: Das ist für mich realistische Kunst.»

Wie kann Theater als Ort der Verantwortung, an dem der ästhetische als politischer Akt in Erscheinung tritt, verstanden werden? Der Regisseur Milo Rau, einer der einflussreichsten und interessantesten, aber auch umstrittensten und skandalösesten Künstler unserer Zeit, spricht an drei Abenden im November über die Grundfragen seines ästhetischen und gesellschaftspolitischen künstlerischen Schaffens.

Eine Zusammenarbeit des Deutschen Seminars der Universität Zürich und des Literaturhaus Zürich. Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur.

Organisation: Sophie Witt, Deutsches Seminar, und Gesa Schneider, Literaturhaus Zürich. Mehr Informationen finden sie hier.

Laura Mulvey: Images and Afterimages

Revisiting Kahlo / Modotti 1982/2022, Vortrag
Dienstag, 8. November, 20 Uhr, Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1

CRYSTAL GAZING (1982), Screening und Gespräch
Mittwoch, 9. November, 18 Uhr, Kino Xenix, Kanzleistrasse 52

Doktoratsworkshop Cinematic Time / Women’s Time
Donnerstag, 10. November, Ort und Zeit auf Anfrage

Unter dem Titel “Images and Afterimages” ist die Theoretikerin, Autorin und Filmemacherin Laura Mulvey im November Gast des Seminars für Filmwissenschaft. Mulvey leitete mit ihrem bekanntesten Artikel Visuelle Lust und narratives Kino eine theoretische Wende in der feministischen Filmanalyse der 1970er Jahre ein. Sie wurde damit zur Leitfigur einer neuen Bewegung, die versuchte, die vorherrschenden patriarchalen Strukturen und das damit verbundene Bild der Frau im Film aufzuzeigen und zu kritisieren.
Am 8. November hält Mulvey im Cabaret Voltaire einen Vortrag über Frida Kahlo und Tina Modotti, zu deren Arbeit sie gemeinsam mit Peter Wollen 1982 eine Ausstellung kuratierte und einen essayistischen Film produzierte. Der Film wird im Rahmen der Veranstaltung in einem Ausstellungsdisplay gemeinsam mit anderen Materialien zu sehen sein.
Am 9. November folgt im Kino XENIX ein Kinoabend mit dem Film CRYSTAL GAZING (Regie: Laura Mulvey und Peter Wollen, UK 1982), gefolgt von einem Gespräch zwischen Mulvey und Volker Pantenburg über ihre Arbeit als Filmemacherin und die britische Filmkultur um 1980.
Der Doktoratsworkshop “Cinematic Time / Women’s Time” am 10. November widmet sich Mulveys aktueller Arbeit an den Übergängen von Filmgeschichte, Technik und Gender. Er richtet sich an Doktorierende der Filmwissenschaft, aber auch anderer verwandter Fächer.

Anmeldungen von interessierten Doktorierenden bis 30.09. bitte per Email an pascal.maslon@uzh.ch.

Übertragung #02: MILITANT MANGROVE EDUCATION

Zu Gast im Farocki-Forum: Filipa César (vor Ort) und Sónia Vaz Borges (online)

Mo, 14. November, 18:15 Uhr, Filmpodium, Nüschelerstrasse 11

Das Farocki-Forum am Seminar für Filmwissenschaft lädt zur zweiten Folge der Reihe “Übertragung” ins Filmpodium ein. Ein Abend mit Filmen, Gespräch und Archivmaterialien.
Die Künstlerin und Filmemacherin Filipa César beschäftigt sich seit 2011 mit Guinea-Bissau. Mit den Filmemachern Sana Na N’hada und Flora Gomes reanimiert sie die Filmgeschichte und den  Befreiungskampf des westafrikanischen Landes in künstlerischen, kuratorischen und diskursiven Aktionen. Zwei gemeinsam mit Sónia Vaz Borges entstandene Kurzfilme - NAVIGATING THE PILOT SCHOOL
, 2016, 12 min, und MANGROVE SCHOOL, 2022, 34 min - stellen das Thema der dekolonialen Erziehung ins Zentrum.

Literatur und Philosophie


Christine Abbt und Christian Benne
im Gespräch mit Christian Jany und Klaus Müller-Wille

Montag, 28. November, 16:15 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 71, KOL-G-204

Im letzten Herbst ist im Passagen-Verlag die von Christine Abbt (Universität Graz) und Christian Benne (Universität Kopenhagen) verfasste Studie Mit Texten denken. Eine Literatur-Philosophie erschienen. Mit diesem Grundlagenwerk nehmen sie sich nichts weniger vor, als eine »Antwort auf aktuelle Krisen des Denkens zu Handelns« zu geben, »denen sie die Komplexität literarischer und philosophischer Texte« entgegenzusetzen versuchen. Auch wenn beide bewusst auch an ältere Konzepte der Literatur-Philosophie anknüpfen, ist die Publikation des Buches mit einem deutlichen Plädoyer für die Dringlichkeit und Aktualität eines literarisch-philosophischen Denkens verknüpft.

Die Veranstaltung ist ein Teil der Ringvorlesung Kulturanalyse jetzt!.

Doktoratskolloquium mit Christine Abbt und Christian Benne

Dienstag, 29. November, 9:00-10:30 Uhr, Ort auf Anfrage

Im Kolloquium wird über über ausgewählte Kapitel des Buches diskutiert. Die Textauszüge werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Irina Hron (Universität Göteborg): Aris Fioretos' Atlas

Dienstag, 29. November, 11:00-12:30 Uhr, Ort auf Anfrage

Ein Vortrag über den Themenkomplex eines textuellen Denkens, in dem sich Hron mit den medizienhistorischen Romanen des schwedischen Autors Aris Fioretos auseinandersetzen wird.

Unrueh

Regie: Cyrill Schäublin, CH 2022

Die neue Arbeit des Schweizer Regisseurs Cyril Schäublins «Unrueh» (CH, 2022) ist der Film der Stunde und wird zurzeit an den Filmfestivals mit Preisen überschüttet (u.a. Berlinale, Beijing International Film Festival, New York Film Festival). Der mit Laien gedrehte Film ist eine präzise Darstellung der technischen und sozialen Umbrüche im ausgehenden 19. Jahrhundert im Schweizer Jura. Der Filmtitel «Unrueh» hat dabei eine doppelte Bedeutung: Er bezeichnet die Spirale, welche das Räderwerk mechanischer Uhren zum Laufen bringt. Aber auch die anarchistische Bewegung (mit Protagonisten wie Pjotr Alexejewitsch Kropotkin), welche die ihnen auferlegten neuen Zeitregime und die Freiheit eines selbstbestimmten Lebens nicht einfach hinnehmen will. 

Organisiert vom Geschichtskontor des Historischen Seminars der UZH, zusammen mit Filmcoopi und dem Kino Riff Raff.