Ringvorlesungen

Den Krieg dokumentieren. Ukraine 2014–2022

Dienstags, 18:15 bis 19:45 Uhr, Zoom-Meeting

Programm RVL Den Krieg dokumentieren (PDF, 106 KB)

Die Dokumentation des russländischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist zentral für den Nachweis von Kriegsverbrechen und die mediale Vermittlung des Geschehens, aber auch für das Finden einer Sprache über Gewalt, Zerstörung, Solidarität, Mitgefühl und Widerstand.

Doch was bedeutet es, den Krieg zu dokumentieren? Welche Mittel und Techniken werden verwendet und wer sind die Akteur:innen? Auf welche Dokumente und Daten stützt sich die Forschung? Wie werden Dokumente verfälscht? Welche Rolle spielen die Künste – Theater, Film, Literatur, bildende Kunst – und Museen bei der Dokumentation des Krieges?

Die Ringvorlesung gibt einen Einblick in wissenschaftliche, journalistische und künstlerische Dokumentationsverfahren und diskutiert die Anwendbarkeit von Theorien zum Dokumentarischen, zu Evidenz und Zeugenschaft in der Gegenwart.

Veranstalter: Slavisches Seminar der Universität Zürich

Weitere Informationen zur Durchführung: www.slav.uzh.ch/rv-ukraine

Kulturanalyse jetzt!

Montags, 16:15 bis 18:00 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 71, KOL-G-204

Programm RVL Kulturanalyse jetzt!

Was ist jetzt? Wie ist es dazu gekommen? Und was ist im Kommen? Diese Fragen stehen im Zentrum von "Kulturanalyse jetzt!", der Ringvorlesung des Studienprogramms Kulturanalyse. Die Beiträge, in Form von Vorträgen und Gesprächen mit Gästen, fokussieren auf die Jetztzeit, praktizieren, was Hegel als die "Zeit in Gedanken erfasst" bezeichnet hat.

Leitthema der Ringvorlesung „Kulturanalyse jetzt!“ ist auch im Herbstsemester 2022 die Kulturanalyse der Gegenwart - die Fragen, die sie aufwirft, die Probleme, mit denen sie uns konfrontiert. Dabei geht es vor allem darum, die Ereignisse der Gegenwart aus persönlicher, fachlicher und künstlerischer Perspektive zu analysieren, um über die kulturellen, sozialen, politischen, wirtschaftlichen und ästhetischen Konsequenzen dieser Gegenwart nachzudenken.

Veranstalter: Studienprogramm Kulturanalyse Universität Zürich

Kontakt: kulturanalyse@ds.uzh.ch

Alltag im Krieg erforschen. Kulturwissenschaftliche Schlaglichter

28. September 2022
Vasyl Cherepanyn: Culture at War. Ukrainian Revolution, Russian Fasicsm, European Decolonization

19. Oktober 2022
Sylvia Sasse: Disinfotainment. Wie in russischen Anti-Fake-Shows (nicht) über den Krieg berichtet wird

26. Oktober 2022
Maria Mayerchuk: Difficult Affinities at the War-Torn Buffer Periphery

14. Dezember 2022
Anatolii Podolskyi: Holocaust Memory in Modern Ukraine. How Can We Speak About Holocaust History after February 24th?

Immer um 18:30 Uhr, Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft, Affolternstrasse 56, AFL-E-015

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine verschiebt nicht nur die internationalen Kräfteverhältnisse, er verdeutlicht auch die Zerbrechlichkeit des Alltags und seiner Ordnungen. Darüber hinaus verändert er auch Prioritäten in Forschung und Lehre. Kolleg*innen in bzw. aus der Ukraine arbeiten gegenwärtig unter schwierigsten Bedingungen an Analysen der aktuelle Lage. Die vier Vorträge mit Ukrainebezug im Rahmen des Semesterprogramms legen Schlaglichter auf verschiedene Aspekte der Situation einer Gesellschaft im Krieg, um diese Lage aus anderen als den medial gewöhnten Blickwinkeln zu betrachten. Welche Einsichten bieten kulturwissenschaftliche Perspektiven z.B. auf die visuelle Kultur, Geschlechterverhältnisse im Krieg, konkurrierende Geschichtsdeutungen und russische Propaganda? Zugleich werfen die Vorträge die Frage auf, was es konkret – z.B. organisatorisch, auch hinsichtlich des Selbstverständnisses als Akademiker*innen – bedeutet, in dieser Situation kulturwissenschaftlich zuarbeiten, zu forschen und zu reflektieren.

Veranstalter: ISEK - Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft, Populäre Kulturen. Plakat

Die Kunst, zu verlernen ... Positionen und Diskurse in den Künsten und im Design

Jeweils montags, 3. Oktober bis 28. November, 18-20 Uhr, Zürcher Hochschule der Künste, Pfingstweidstrasse 96, Raum 4.T37

Programm Die Kunst, zu verlernen ...

Andere(s)Wissen, Un-/Learning, epistemologische Krise, die Krise der Kritik, ein Neues Alphabet … Seit Jahren proklamieren Titel von Veranstaltungsreihen wie Publikationen die Notwendigkeit, sich einem Umdenken zu widmen. Körper, Sinne, Praktiken stehen in einem neuen Licht der Theorie. Es geht darum, die gewaltvolle Geschichte der Moderne kritisch zu reflektieren und nach anderen Möglichkeiten zu suchen – auch in den Praxisfeldern, in denen wir täglich tätig sind. Denn immer geht es auch um Ein- und Ausschlussverhältnisse, also um Machtverhältnisse, in die wir als historisch gewordene Subjekte einbezogen sind. Doch wie kann sich ein aktives «Ver-Lernen» der Strukturen, auf denen diese langlebigen Machtverhältnisse gebaut sind, ausgestalten? Für viele steht mittlerweile ausser Frage, dass die Denktradition der europäischen Aufklärung mit ihrem Latein am Ende sein sollte. Aber so sehr Kritik und Selbstkritik als Tugenden gelten, so schwer sind sie zu vollziehen.

Gemeinsam mit Gästen aus Theorie und Praxis wollen wir im Rahmen der Vorlesungs- und Kolloquiumsreihe erörtern, was «die Kunst, zu verlernen» sein könnte.

Veranstalter: Zürcher Hochschule der Künste