Veranstaltungen

Literatur-Philosophie


Literatur-Philosophie
Christine Abbt und Christian Benne
im Gespräch mit Christian Jany und Klaus Müller-Wille

Montag, 28. November, 16:15 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 71, KOL-G-204

Im letzten Herbst erschien die von Christine Abbt (Universität Graz) und Christian Benne (Universität Kopenhagen) verfasste Studie Mit Texten denken. Eine Literatur-Philosophie (Passagen-Verlag). Mit diesem Grundlagenwerk nehmen sich die Autor*innen nicht weniger vor, als eine »Antwort auf aktuelle Krisen des Denkens zu Handelns« zu geben, »denen sie die Komplexität literarischer und philosophischer Texte« entgegenzusetzen versuchen. Auch wenn beide bewusst auch an ältere Konzepte der Literatur-Philosophie anknüpfen, ist die Publikation des Buches mit einem deutlichen Plädoyer für die Dringlichkeit und Aktualität eines literarisch-philosophischen Denkens verknüpft.

Die Veranstaltung ist Teil der Ringvorlesung Kulturanalyse jetzt!.

Eine Literatur-Philosophie.
Doktorierendenworkshop mit Christine Abbt und Christian Benne

Dienstag, 29. November, 9:00-10:30 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 71, RAUM KOL-G-212

Im letzten Jahr erschien die von Christine Abbt und Christian Benne verfasste Studie Mit Texten denken. Eine Literatur-Philosopie. Das Buch, in dem die beiden Autor*innen für »eine gleichberechtigte Annäherung von Literatur und Philosophie, Literaturwissenschaft und philosophischer Analyse« plädieren, versteht sich als Antwort auf aktuelle Krisen des Denkens und Handelns, denen sie die Komplexität literarischer und philosophischer Texte entgegensetzt, die
weder auf Begriffe noch auf Aussagen zu reduzieren sind«. Diese Thesen dienen als spannender Anlass, um mit Christine Abbt und Christian Benne über ihren »Literatur-Philosophie«-Begriff zu diskutieren.

Die Textauszüge werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Der Workshop ist eine Kooperationsveranstaltung des Masterprogramms Kulturanalyse, des Zentrums Künste und Kulturtheorie (ZKK), der Schweizerischen Gesellschaft für Skandinavische Studien sowie der interuniversitären Doktoratskooperation »Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft«.


Irina Hron (Universität Göteborg): Dermapoetik. Literatur und Haut bei Aris Fioretos

Dienstag, 29. November, 11:00-12:30 Uhr, Universität Zürich, Rämistrasse 71, RAUM KOL-G-212

Von der „gåshud“ (Gänsehaut) bis hin zu einer Taxonomie über die ‚Arten von Haut‘ geistern zahllose Bilder und Beschreibungen von Haut durch Aris Fioretos’ literarisches Werk. Davon ausgehend soll im Vorltrag der Zusammenhang von Sprache, Schrift und Haut diskutiert und unter dem Signum einer literarischen Dermapoetik zur Debatte gestellt werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Betrachtung der häutigen bzw. hautlosen, oftmals brüchigen und meist höchst vulnerablen Gesichter, Körper und Gegenstände – insbesondere in Fioretos’ Romantrilogie Den nya människan (Der neue Mensch) sowie den dazugehörigen Fallstudien aus dem Werk Atlas (2019).

Unrueh

Regie: Cyrill Schäublin, CH 2022

Die neue Arbeit des Schweizer Regisseurs Cyril Schäublins «Unrueh» (CH, 2022) ist der Film der Stunde und wird zurzeit an den Filmfestivals mit Preisen überschüttet (u.a. Berlinale, Beijing International Film Festival, New York Film Festival). Der mit Laien gedrehte Film ist eine präzise Darstellung der technischen und sozialen Umbrüche im ausgehenden 19. Jahrhundert im Schweizer Jura. Der Filmtitel «Unrueh» hat dabei eine doppelte Bedeutung: Er bezeichnet die Spirale, welche das Räderwerk mechanischer Uhren zum Laufen bringt. Aber auch die anarchistische Bewegung (mit Protagonisten wie Pjotr Alexejewitsch Kropotkin), welche die ihnen auferlegten neuen Zeitregime und die Freiheit eines selbstbestimmten Lebens nicht einfach hinnehmen will. 

Organisiert vom Geschichtskontor des Historischen Seminars der UZH, zusammen mit Filmcoopi und dem Kino Riff Raff.

Frederik Tygstrup: Aesthetics and Politics of Appearance

Im Rahmen des ZKK:Schwerpunkts »Politische Leidenschaften«

Donnerstag, 15.12.2022, Deutsches Seminar, Schönberggasse 9, Raum SOD-0-002

Modern aesthetics have privileged the relation between the artwork and the beholder and the ways in which the sensuous encounter with artistic form produces an aesthetic experience in the recipient. With the social turn in the arts over the latest decades and the increasing interest in collective production and participative forms of reception, there is a need to rethink the traditional aesthetic paradigm and more systematically include the role and function of communality in aesthetic experience. As a contribution to this reorientation, Tygstrup's (Københavns universitet) lecture will present a reassessment of Hannah Arendt’s political thinking and Maurice Merleau-Ponty’s aesthetic reflections to emphasise the aesthetic dimension of politics as well as the political dimension of aesthetics