Tagungen

«Les mondes désorbités»: lire Proust aujourd’hui

Journée d’études proustiennes

7-8 octobre 2022, Romanisches Seminar, Rämistrasse 71, KOL-G-217, et Rämistrasse 59, RAA-E-30

Programme

Cette journée d’études réunit des chercheuses et chercheurs qui, débutants ou avancés, proposent un éclairage contemporain sur À la Recherche du temps perdu. Le défi est double car comment prouver que l’œuvre proustienne, mille fois commentée, a encore des choses à nous dire, aujourd’hui, où le climat, la société, la culture nous apparaissent comme autant de « mondes désorbités » (Combray)? Le public est invité à dialoguer avec des spécialistes suisses, français, italiens et allemands qui lui feront part de leur corps-à-corps (presque) quotidien avec l’œuvre. Manière de mettre leur foi en un roman dont l’infinie plasticité tient à un ancrage dans une tradition multiple qui nous éclaire et que Proust nous permet d’éclairer en retour.

Sous la responsabilité de Thomas Klinkert et de Dagmar Wieser avec le soutien de l’Université de Zurich.

Journée ouverte à toute personne intéressée, entrée gratuite, sans inscription.

Verschwörung, Fake und Gewissheiten

Fragen zum Beitrag der Künste und ihrer Theorien in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels

28.-30. Oktober 2022, Universität Zürich, Rämistrasse 59, RAA-G-01, und Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1

Tagungsprogramm

Die Tagung widmet sich den Künsten und ihren Theorien in Debatten um Verschwörungen, Fake-News und (Un-)Gewissheiten heute und wirft die Frage auf, welche Rolle letzteren bei der Formung aktueller Zustände zukommt. Bereits in den Auseinandersetzungen während der 1980er und 1990er Jahre sind Themen solcher Art intensiv diskutiert worden, etwa wenn es um Fakt und Fiktion, Ambivalenz und Unentscheidbarkeit, (Im-)Materialität und um die Verknotung des Realen, Symbolischen und Imaginären ging. Diese Diskussionen scheinen nun, oftmals unter umgekehrten theoretischen und politischen Vorzeichen, ein unerwartetes Nachleben entwickelt zu haben. Daher stellt sich umso dringlicher die Frage, was der Beitrag der Künste im gesellschaftlichen Wandel heute sein könnte.

Die Tagung wird zugleich als Jahrestagung des Doktoratsprogramm »Epistemologien ästhetischer Praktiken«, einer Kooperation von Universität Zürich, ETH Zürich und ZHdK, und als Bestandteil der Herbstakademie der ZHdK, einer Lehrveranstaltung im MAE-Programm »Ästhetische Kulturen«, durchgeführt.

Hannah Arendt und die Weltlichkeit der Künste

17.-19. November 2022, Zürcher Hochschule der Künste, Pfingstweidstrasse 96, Hörsaal 1, Ebene 3

Tagungsprogramm

Hannah Arendt hat kein spezifisch kunstphilosophisches Buch geschrieben. Jedoch spielen ihre Überlegungen zu den Künsten und mehr noch die kulturgeschichtliche Verortung von produktions- und rezeptionsästhetischen Fragen eine wichtige Rolle in ihrem Werk. Ziel der Tagung ist es, den Fokus auf kunstphilosophische Konzepte und Reflexionen in den Texten Arendts zu legen und diese mit ihrer politischen Theorie wie mit aktuellen Fragen künstlerischer Praxis in Zusammenhang zu bringen. Die Tagung wird entsprechend zentrale Aspekte von Arendts kunstrelevanter Begrifflichkeit thematisieren: So etwa das künstlerische „Herstellen“, das ästhetische „Urteilen“, die „Dingheit“ und „Verdinglichung“ der Kunstwerke und damit einhergehend die „weltliche“ und „zwischenmenschliche“ Dimension ihrer Gegenständlichkeit. Aus der Perspektive dieser Überlegungen zu Kunst und Künsten werden nicht nur Arendts Verständnis des Öffentlichen und des Privaten neu zu diskutieren sein, sondern ebenso ihre Konzepte von „Dauerhaftigkeit“, „Sprachlichkeit“, „Wahrhaftigkeit“ und „Geschichtlichkeit“. Vor diesem Hintergrund ist schließlich auch nach dem Verhältnis der unterschiedlichen Künste zueinander zu fragen in Hinsicht auf ihre konstitutive Weltlichkeit.

Eine Tagung in Kooperation des Forschungsbereichs Ästhetik (ZHdK) mit der Hannah-Arendt-Edition. Kritische Gesamtausgabe (Freie Universität Berlin).

Organisation und Konzeption: Judith Siegmund, Marita Tatari, Anne Eusterschulte